KRACHMONOPOL

PERU DIE 3te (Sa. 05.07.2003)
Hola,
aus dem viajero ist inzwischen eine 4 koepfige reisegruppe geworden und ich haenge deutlich hinterher mit meinen berichten, im moment bin ich wieder in arequipa
also wie es weiterging
1. El Mister, Der Herr
2. Ica
3. Lima
4. Hostal La Espaņa
5. Juan
6. Evelyn und Ingo
7. Cusco
8. Saqsaywaman
9. Religioesitaet
10. Camin Inca
1. El Misti
Sir Edmund Hilary hatte zum geburtstag oder trohnjubilaeum den mount evererst bestiegen ich zu ehren der hochzeit von ingo und evelyn am 14. 15. juni den El Misti. Der El Misti (quechua fuer el seņor) ist 58xx meter hoch und ist ein aktiver vulkan der die stadt ueberragt. das letzte mal ausgebrochen ist er vor etwa 500 jahren, aufsteigende gase am kraterrand zeigen jedoch dass er noch aktiv ist. mit dem auto gings von arequipa auf 3700m und dann zu fuss zum lager auf 4700 m. morgens um 4 (die bergfuehrer hatten verschlafen) gings los richtung gipfel. wieder mal konnte ich feststellen dass ab 5000m die luft verdammt duenn wird (keine ahnung wieso ich gedacht habe dass es diesesmal einfacher wird). bei sonnenaufgang gabs dann fuer die strapazen ein tolles bild. der schatten des vulkanes, eine perfekte kegelform, lag ueber arequipa. der gipfel war dann mit kopfschmerzen gegen 9 uhr erreicht. dort habe ich dann fuer das brautpaar einen fruchtbarkeits altar aufgebaut und eine tanz aufgefuehrt (ich denke evelyn ist so gut wie schwanger). der aufstieg erfolgte noch ueber fels fuer den abstieg gings dann einfacher ueber ein asche und geroell feld. ueber 1000 hoehenmeter in weniger als einer stunde, wie auf skiern den berg hinunter, das einzigste problem war der staub. abends in arequipa habe ich mich erst mal mit meiner jacke geduscht um sie wieder halbwegs staubfrei zu bekommen. in arequipa selbst habe ich nicht viel gemacht und gesehen da ich nochmals in die stadt zurueck kehren werde. fuer mich gings mit einem weiteren nachtbus richtung lima nach ica.
2. ica
in ica nichts besonderes nur die nervigen verkaeufer die ueber lautsprecher ab 6 uhr frueh for meinem hotelfenster versucht haben mandarinen das kilo zu 2 soles zu verkaufen. ich werde wieder kommen dann aber bewaffnet.
3. lima
ist nicht so schlimm wie alle sagen, es gibt sogar wirklich tolle plaetze z.B. den plaza de armas, den mercado central und das chinesen viertel. eine weitere sehenswuerdigkeit in der man auch billig uebernachten kann kann ist das hostal la espaņa
4. La Espaņa
ein kolonialbau, deckenhoehe im erdgeschoss 4-5 meter, darueber 3-4 meter. verwinkelt mit einem innehof in den vom 3ten stock der dachterasse pflanzen von oben hinunterwachsen. ein restaurant im 3ten stock mit abendlichen videofilmen, ein paar papageien, schildkroeten und noch andere voegel, nicht zu vergessen die ganzen schraegen backpacker voegel aus aller welt. eine super entspannte atmosphaere mitten in der stadt, 3 bloecke vom plaza de armas entfernt. das ganze fuer 12$ im doppelzimmer mit bad. billiger gehts im schlafsaal den ich aber den studies und low budget travelern ueberlassen habe
5. Juan In lima gibt es unendlich viele schwarze taxis die nicht unbedingt zu empfehlen sind. das hostal la espaņa hat eine liste mit fahreren die "sicher" sind . einer davon ist Juan, ca. 50 jahre alt, eine seele von mensch und ein hoellenfahrer. mit ihm fuhr ich am 19. juni um 18:00 zur hauptverkehrszeit zum flughafen um mich mit Tanja zu treffen. lima ist ein 9 millionen moloch ohne besondere infrastruktur. um dem gestiegenen verkehr rechnung zu tragen werden inzwischen die 3 spurigen strassen einfach 4 spurig befahren und wenn dies nicht ausreicht wird einfach noch die gegenfahrbahn mitbenutzt. juan war auf jeden fall auf allen spuren zu hause und ich bin ziemlich verkrampft neben ihm gesessen und habe versucht mich am sicherheitsgurt festzuhalten. der gurt war zwar vorhanden nicht aber die oese um ihn einzuhaengen. ansonsten war das einzigst funktionierende am auto die lichthupe die von juan staendig benutzt wurde. ohne gurt faehrt man dann halt peru stiel, also sich bekreuzigen und auf gott vertrauen. als ich dann Tanja getroffen hatte und zu ihr sagte dass sie jetzt gleich eine Suedamerika er"fahrung" mit juan machen wird laechelte sie noch. als wir dann vom flughafen ins la espaņa fuhren war es jedoch schon nach 20 uhr und der verkehr nicht mehr so schlimm, war also alles halb so wild. am anderen tag als wir dann mit juan wieder um 18 uhr zum flughafen fuhren um uns mit evelyn und spaeter mit ingo zu treffen konnte auch Tanja Juan zu hauptverkehrszeiten erleben. erst sprang das auto nicht an, also hat juan einen polizisten der in der naehe war gebeten uns anzuschieben und dann gings los. Tanja sagte dann nicht viel und am flughafen war ein stossseufzer von ihr zu hoeren, bienvenidos a peru.
6. Evelyn und Ingo
sind die wohl ungewoehnlichsten hochzeitsreisenden die es gibt. evelyn kam um 19 uhr mit klm aus amsterdam kommend an, ihr mann ingo, der einen super deal ausfindig gemacht hatte flog 12 stunden frueher ab und dann ueber frankfurt, madrid, santiago de chile 4 stunden nach ihr in lima anzukommen. leute die ingo kennen werden sich darueber nicht wundern sonder vielmehr wundern dass er tatsaechlich und mit gepaeck in lima angekommen ist. zu viert verbrachten wir dann eine nacht in der aerobar am flughafen in lima um dann um 6 uhr frueh nach cusco zu fliegen.
7. Cusco
am 21.6 um 7 uhr frueh erreicht
am 24.6 sollte mit Inti Rami das groesste fest aus inka zeiten gefeiert werden. um sich einzufeiern legen die cusceņos schon einige tage frueher los. so wurde unsere erste nacht in cusco, in der wir nach der nacht am flughafen in lima eigentlich nur schlafen wollten jaeh von einem feuerwerk unterbrochen.

am 22.
gabs eine parade der verschiedenen schulen von cusco,

am 23.
eine parade der bezirke cuscos und umgebung. beginn war um 10 uhr frueh abends um 23 uhr sahen wir nach einer stadtrundfahrt die gruppen 272 bis 275. dagegen ist der zug in koeln oder duesseldorf nasenwasser. ansonsten ist es aehnlich wie karnelval, nur statt verkleidung traditionelle kostueme und reichlich bier.

am 24.
dem eigentlichen init rami, gibts dann eine organisierte zeremonie mit einem "inka", viel Quechua gelaber und einer prozession vom tempel der sonne, bzw. von dem was die spanier davon uebrig gelassen haben zum paza de armas und dann hoch nach Saqsaywaman wo als hoehepunkt freuher ein lama geopfert wurde. ob es heute noch gemacht wird kann ich nicht sagen da uns die 10 - 40$ eintritt zuviel waren. wir sassen lieber mit mehreren tausend anderen auf den huegeln darum herum. das ganze fest auf Saqsaywaman kann man sich als riesiges rock festival vorstellen. ueberall leute die sich einen schoenen tag machen. hier beinhaltet das, dass man ein loch in die wiese graebt, einen ofen baut und die mitgebrachten kartoffeln darin roestet. ueberall qualmten die oefen und wurde gegrillt und getrunken.

am 25.6
fand morgens ein umzug der kleinsten statt, also kindergarten und grundschule, alle in den traditionellen kostuemen aus inka zeit.

am 26.6
weiss ich nicht was war, wir gingen an dem tag los zum inka trail nach Machupicchu
8. Saqsaywaman
liegt ueberhalb von cusco und bietet mit sicherheit das beeindruckenste was es an inka mauern (mehr haben die spanier nicht uebrig gelassen) was man sehen kann. die anlage wurde gebaut aus bis zu 160 tonnen schweren steinen die so genau behauen wurden dass sie fugenlos und erdbebensicher aufeinander gestellt wurden konnten.
9. Glaube und Religioesitaet
die menschen hier in suedamerika sind in der regel sehr glaeubige katholiken. so ist es gang und gaebe sich beim passieren einer kirche zu bekreuzigen oder die toten der strasse, wie bei uns mit einem holzkreuz gekennzeichnet, beim vorbeifahren zu gruessen. hier wird sehr viel gegruesst da die kreuze meist in kurzem abstand stehen, soviel zur verkehrssicherheit hier. viele haben sich aber noch, neben dem katholischen glauben, ein stueck inka zeit bewahrt. so ist es ebenfalls ueblich vor dem ersten schluck aus der pulle etwas auf den boden zu schuetten um Pachamama, die mutter erde, zu ehren. alles heiden verschuetten kostbares bier, wuerde mir nie in den sinn kommen.
10. Inka Trail
der inka trail zur heiligen stadt der inkas gehoert inzwischen zur groessten touristen attraktion perus. um dem herr zu werden wurde die anzahl der besucher auf dem trail auf 500 pro tag reguliert. ebenso kann man den trail nicht mehr ohne zugelassenen fuehrer gehen und muss 50$ eintritt bezahlen. trotzdem lohnt es sich auf alle faelle und ich kann nur jedem empfehlen ihn zu gehen. wir gingen den trail "de lux". zu unserer gruppe gehoerten insgesamt 16 touristen (uns eingeschlossen), 2 fuehrer, 1 koch und 15 traeger. vergleichbar also mit einer expedition zum mt. everest. der trail wird in 4 tagen begangen, dazu faehrt man am ersten tag mit dem bus zum "kilometer 82", dem ausgangspunkt fuer den trail auf 2600 metern hoehe ca. 2 stunden von cusco entfernt. der gesamte trail ist etwa 44km lang, geht ueber 3 paesse (4200m, 3900m und 3700m) um in Machupicchu auf 2400m zu enden. der rekord auf der strecke ist irgendwo bei 3 stunden 45min, ist man den trail mal gegangen wird die zeit noch unglaublicher als sie so schon klingt. wie es uns auf dem trail erging in der naechsten mail, erst mal gehen wir heute nacht in den colca canyon hier in der naehe von arequipa. Saludos a todos,
el viajero
Letztes Update am 29.01.2009 durch