KRACHMONOPOL

PERU DIE 2te (Mo. 02.06.2003)
und hier wie es auf der Victor weiterging
1. Besatzung
2. 1. tag
3. 2. tag
4. 3. tag
5. 4. tag
6. Iquitos
Hola,
aber zuerst noch ein update fuer alle gefrusteten zuhause, ist nicht alles toll hier und ich hatte jetzt auch meinen ersten rueckschlag. meine kamera wurde mir nachts im bus aus dem rucksack geklaut den ich mit einer kette an mich gekettet hatte!!! Tja helle hattest recht es stand im prinzip schon jose oder jorge drauf. problem ist dass ich inzwischen gelernt habe in jeder lage tief und fest zu schlafen. shit happens. vielleicht habe ich ja noch glueck und kann sie hier auf dem schwarz markt zurueckkaufen.
Boern das mit den rechten klappt, wieviel muss ich Dir ueberweisen ??
1. Besatzung
inzwischen bin ich in la paz, war gestern auf dem Chacaltaya 5400m und werde morgen mit 2 schweizern auf eine 3 taegige tour zum Huayna Potosi (6088m) gehen, frustbewaeltigung. La paz ist der hammer dazu aber spaeter mehr, jetzt erst mal peru fertig machen.
zur besatzung:
3 kapitaene die sich tag und nacht abwechseln da das boot immer faehrt und staendig irgendwo in der pampa neue gueter und menschen aufnimmt. 3 tunten die gekocht haben (die maedels waren die grosse show an jeder anlegestelle, sie entsprachen jedem klische das es gibt, haben sich mehrmals am tag umgezogen (meist hot-pants von eng bis extrem eng) aber halbwegs vernuenftig gekocht. komisch war nur dass sie auch dafuer verantwortlich waren die tiere die gegessen werden sollten auch umzubringen, wann hat man schon mal eine tunte als metzger gesehen) mehreren haendlern die alle moeglichen gueter von den leuten am flusslauf aufgekauft haben einem eisverkaeufer (rief immer curichi, curichi und dann kam das halbe dorf angerannt und haben eis aus der plastik tuete gekauft)
die victor faehrt die route iquitos-angoteros staendig. fuer eine fahrt braucht sie ungefaehr 5 tage, auf dem weg von iquitos flussaufwaerts bringt sie menschen und gueter mit die die dorfer und haeuser entlang des flusses entweder bestellt haben oder an bord kaufen. flussabwaerts startet das schiff mehr oder wenig leer nimmt dann ueberall passagiere auf wo welche warten und kauft alles auf was flussabwaerts zu kaufen ist. das waeren - platanas (die dann zum doppelten preis in iquitos verkauft wo sie gekocht/fritiert gegessen werden)
- yuka (siehe bei platanas)
- schweine (2 soles oder 50 euro cent das kilo lebend gewicht)
- ziegen, schafe (preis unbekannt)
- kuehe
- huehner und haehne
- schildkroeten
- affen
- enten
- truthahn hatten wir auch an bord
2. erster tag
ca. 25 leute
2 schildkroeten
mehrer huehner und haehne die auf dem dach untergebracht waren.
essen:
fruehstueck: tee und trockenes brot (man glaubt gar nicht wie gut trockenes brot nach 1.5 wochen platanas und yuka schmeckt
mittagessen: huhn mit reis platanas und yuka (die fritierte version gabs an bord nie)
abendessen: siehe mittagessen
3. zweiter tag
50 leute
x schildkroeten
mehrere schweine, ziegen, schafe, enten
fruehstueck: reissuppe und trockenes brot (immer noch ok)
mittagessen: affe mit reis plantanas und yuka (affe schmeckt sch..... super zaeh die viecher und so blieben zumindest alle gringos (4 an der zahl) hungrig
abendessen: tee und trockenes brot (ok so langam reichts)
4. dritter tag
80 leute
unzaehlige schweine, ziegen, schafe enten schildkroeten affen huehner haehne
... fruehstueck : reissuppe trockenes brot (reicht wirklich jetzt)
mittagessen: schwein (frisch auf dem boot neben der kueche auf dem passagierdeck geschlachtet) reis, platanas und yuka
abendessen: spagetti !!! mit reis platanas und yka
die letzte nacht an bord sollte dann der hammer werden. in der nacht sind unzaehlige leute mit dazu gestiegen, so dass haengematte an haengematte hing. der perunaner als solcher weiss den persoenlichen abstand als solchen ueberhaupt nicht zu schaetzen. so kam es dann dass man immer mit mindestens 2 weiteren haengematten in kontakt war. zum schluss hingen die matten in 2 reihen dicht und dann noch quer dazu irgendwie festgemacht. so weit waere ich ja noch tolerant, dass aber einige leute aus angst vor diebstahl ihre drecks hennen und haehne mit aufs passagierdeck nehmen muessen ist dann doch etwas viel. speziell wenn man so ein drecks vieh neben dem ohr hat und es ab 4 uhr anfaengt zu kraehen, und da ein hahn andere haehne weckt war dann an schlaf nicht mehr zu denken.
5. vierter tag
wir sind dann in Manzan ausgestiegen und sind nicht bis iquitos weitergefahren. in manzan kann man mit dem moped taxi 10 minuten fahren und kommt dann zum rio amazonas von wo aus es weniger als 1 stunde mit dem schnellboot nach iquitos ist. der rio napo macht nochmals eine grosse schleife und die victor braucht einen tag laenger. wir war jedoch nach ueber einer woche ohne dusche bereit den aufpreis fuer die abkuerzung zu bezahlen. bisher waren wir uebrigens immer noch illegal in peru, da wir erst in iquitos den stempel fuer die einreise nach peru bekommen sollten. die gesamt KREUZfahrt hat 18 $ gekostet inclusive aller mahlzeiten, allzuviel kann man dann wohl auch nicht verlangen. es wird etliche bierchen und jahre dauern bis ich den gestank, die enge, das kraehen der haehne und die trotzdem geile zeit auf dem boot vergessen werde. ich kanns nur jedem empfehlen, noch sind gringos die ausnahme auf der route.
6. Iquitos
die erste richtige dusche, wenn auch kalt, ein traum, nach ueber 2 wochen wieder richtig trocken zu werden, frische klamotten anzuziehen - wau ich bin doch nur ein spieser. dann auf um endlich den einreise stempel zu bekommen. das amt dafuer hat von 8:30 bis 16:30 auf (steht so auf dem schild) als wir aber freitag nachmittag um kurz vor 16:00 uhr da waren war das tor verschlossen und der sicherheitsbeamte meinte wie sollen um 18:00 wiederkommen. als wir das taten war dann nicht mal mehr der sicherheitsbeamte da und alles verschlossen oder wie man hier sagt "más cerrado que un culo de una muñeca" montag sind wir dann wieder hin und es gab tatsaechlich auch den stempel in den pass. jetzt liegen halt zwischen ausreise aus ecuador und einreise in peru 10 ungeklaerte tage was mich aber nicht weiter belasten soll. jeder sollte ein paar weisse flecken im lebenslauf haben.
in iquitos gabs dann auch wieder internet nach 2 wochen pause, es gibt doch noch ein paar flecken ohne wenn auch nicht mehr viele. ansonsten war in iquitos erst mal erholen angesagt und vor allem essen ohne reis, ohne platanas und ohne yuka (weder gekocht noch fritiert).
in iquitos hat sich dann unsere reisegruppe getrennt. Kicke und Ted gingen weiter in den dschungel und wollen dann nach brasilien.
der paisano ist auf dem weg zu muttern nach papajacta
ich und anne sind von Iquitos nach Cusco geflogen.
7. Cusco
von 30m ueber normal null auf 3500 m. in cusco bleibt einem dann erst mal die luft weg. Anne hat es dann so zerlegt dass sie noch in der ersten nacht ins krankenhaus musste. ich habs besser weggesteckt und habe relativ wenig problem mit der hoehe, ich bewege mich halt ein bischen langsamer aber das habe ich in Angoteros bis zur perfektion geuebt.
Cusco ist wohl die touristen stadt suedamerikas schlechthin. gringos wo man hinschaut, mit suedamerika hat die stadt wenig zu tun vielmehr erinnert sie mich an Lissabon. was nicht schlecht sein soll, die stadt traegt den namen perle suedamerikas zurecht, super schoen hier, nur eben nicht unbedingt suedamerika (zu schoen und ruhig dafuer).
von hier aus gehts dann fuer mich direkt weiter nach bolivien, schliesslich komme ich demnaechst wieder hierher um dann die stadt, umgebung, inka trail und machu pichu zu sehen.
bis demnaechst dann vermutlich aus Bolivien und aus noch groesserer hoehe, die 6000 locken immer noch, schau mer mal
el viajero
Letztes Update am 29.01.2009 durch