KRACHMONOPOL

INKA TRAIL (Mi. 09.07.2003)
Hola,
und weiter gehts mit dem bericht auf dem inka trail, bin gerade zurueck von colca, alle sind noch heile und guter dinge
Camino Inca
nochmals kurz, die expedition nach Machpicchu bestand aus
2 Guides
1 Koch
15 Traegern
16 Touristen
1. Tag
am vortag wurde noch gesagt dass uns der bus zwischen 6 und 7 am hotel abholt, um diese zeitspanne etwas mehr einzugrenzen zogen wir es dann vor bis halb 7 zu schlafen um dann die 5 minuten zur agentur zu fuss zu gehen um dort um punkt !!! 7 zu sein, abgefahren ist der bus dann um 8. ich glaube ich habe schon mal erwaehnt dass zeit in suedamerika sehr relativ ist. nach 2 stunden busfahrt haben wir unsere traeger getroffen die dann erst mal fuer uns einen tisch deckten und uns fruehstueck servierten. nachdem wir gegessen und die traeger aufgeraeumt hatten gings nochmal mit dem bus ein kurzes stueck weiter zum kilometer 82 der bahnstrecke von wo aus der treck dann zu fuss weiter ging. die traeger waren zustaendig fuer gasflasche, kochzeug, tische, stuehle, zelte und essen. wir mussten unsere schlafsaecke, matten und persoenlich sache tragen. die traeger duerfen inzwischen nicht mehr als 25kg tragen, vor einigen jahren waren es noch bis zu 60kg. es gibt mehrere kontrollstellen wo dieses gewicht ueberprueft wir um sicher zu gehen dass die agenturen die traeger nicht zu sehr ausbeuten. am ersten tag gings in 5h von 2600m auf 3000m. die traeger rannten vor uns her um das essenszelt fuer das mittagessen aufzubauen und zu kochen, so war alles fertig als wir zum essensplatz kamen. zu jedem mittag und abendessen gab es suppe, hauptgericht und nachspeise. nachedem wir gespeist hatten waren die traeger dran und durften die reste essen. hoert sich jetzt schlimmer an als es ist, es wurde immer reichlichst gekocht und man kann davon ausgehen dass die traeger zu hause schlechter essen als auf dem trek. wir machten uns dann weiter auf, die traeger bauten ab, raeumten auf nur um uns dann etwas spaeter rennend wieder zu ueberholen um das abenlager vorzubereiten. diese prozedur wiederholte sich jeden tag, wir setzten uns nur hin, wurden bedient und gingen dann los, die traeger bekammen das essen nach uns, wuschen ab, bauten ab, raeumten auf und ueberholten uns um das naechste essen oder lager vorzubereiten. wir gingen den trek in feinster outdoor kleidung (alle marken waren vertreten) die traeger in sandalen aus autoreifen, und ruecksaecken aus tuechern mit seilen festgemacht. nach der ankunft im abendlager gabs immer erst tee mit frischem popcorn und anderen leckereien etwas spaeter dann abendessen.
2. Tag
heute sollte es von 3000m direkt ueber den hoechsten pass des treks auf 4200m gehen. um vorbereitet zu sein wurden wir geweckt und Tee ans Zelt serviert, danach fruehstueck und dann los. die traeger wie ueblich mussten noch abbauen, aufraeumen um uns dann am anstieg zu ueberholen. hier konnten dann auch tanja, evelyn (beide hatten ihre ruecksaecke inzwischen einem extra traeger gegeben) und ingo hoehenerfahrung sammeln, oder wie war das ingo, am berg anziehen und sich dann auf dem flachen erholen, dumm nur wenn nach dem ersten anstieg sofort der 2te der 3te ... folgt. noch vor dem pass gab es mittagessen und zur verdauung einen coca tee. wir griffen dann noch auf den alten inka trick zurueck und bauten uns eine coca ladung zusammen. dafuer nimmt man einige coca blaetter, etwas pflanzen asche und schiebt sich das ganze in die backe. mit der asche muss man jedoch aufpassen da sie bei manchen aetzend (hallo tanja) wirkt. helfen tut es allerdings tatsaechlich, man vergisst hunger und durst und wird schmerz unempfindlich. von effekten wie fliegende rosa elefanten oder aehnlichem kann ich leider nicht berichten, vom gemeinen coca blatt zur droge kokain ist es noch ein weiter und sehr chemischer weg. wie in alten zeiten ist coca hier ein hilfsmittel und eine arznei und auch ich ziehe es hier jedem aspirin vor, es ist natuerlich und wirkt schneller und kosten tuts auch fast nichts. wir sind alle gut ueber den pass gekommen und danach gings ueber viele stufen auf 3600m hinunter wo unser nachtlager schon aufgebaut war und tee serviert wurde.
3 tag
wieder mit tee ans zelt geweckt, danach fruehstueck und dann zum schoensten wandertag der strecke. ueber 2 paesse (3900m und 3700m) und dann ueber steilste stufen auf 2600m der groesste teil der strecke ging durch den hohen dschungel einen bergnebelwald mit toller vegetation. palmen auf ueber 3000m sieht man auch nicht alle tage. ansonsten wie ueblich, mittagessen, tee, abendessen. am abend des 3ten tages war es dann an der zeit sich von den traegern zu verabschieden da wir am anderen tag um 4 uhr zusammenpacken sollten um dann um 5 richtung machupicchu ohne traeger weiter zu gehen. die verabschiedung war vermutlich das highlight fuer die traeger, sie durften sich mit kuesschen von den frauen der gruppe verabschieden. vorallem blond, da selten in peru, stand hoch im kurs und wenn Sie dann noch einen kopf groesser als sie selbst waren ....
4. tag
4 uhr fruehstueck und um 4:30 im dunkeln und bei regen !!! los - anstellen. auf dem letzten stueck sammeln bzw. stauen sich die verschiedenen gruppen auf dem trail etwas, so mussten wir immer wieder anhalten weil eine gruppe vor uns was erklaert bekommen hatten (was kann man eigentlich im dunkeln sehen?. gegen 7 dann das sonnentor erreicht und dann einen herrlichen blick auf machupicchu bekommen (inwischen wieder mit sonne statt regen). eine halbe stunde spaeter waren wir dann in machupicchu. 1.5h stunden fuehrung durch, unter anderem dem tempel der erde (pachamama), den tempel des kondors, der sonne, des wassers ..... einen haufen steine halt. am nachmittag gings dann zum auflockern nach aguas caliente in die termalquellen. andere gingen noch auf einen weiteren aussichtberg um noch einen anderen blick auf die heilige stadt der inkas zu bekommen (respekt evelyn und ingo). am abend gings dann mit dem zug zurueck nach cusco
Cuso- Puno- Copacabana
am tag nach dem trail gings ohne pause weiter, mit dem zug ging es von cusco nach puno an den titicaca see. die bahnstrecke verlaeuft gemaechlich mit viel schunkeln ueber einen 4300m nach puno. puno ist nicht unbedingt eine schoenheit, deshalb fuhren wir am naechsten tag direkt weiter nach Copacabana, Bolivien. copacabana ist ein kleines staedtchen direkt am see mit schoenem strand und einem huegel von dem aus man einen herrlichen blick ueber den see hat. es war auch tatsaechlich dieses copacabana das dem beruehmten stand in rio seinen namen gab. der unterschied zwischen den beiden, 3800 hoehenmeter, 20 grad wassertemperatur und in rio gefriert es nachts nicht. verstaendlicherweise gibts hier dann auch keine strandschoenheiten in knappen bikinis zu sehen (weicheier). nach 2 kalten naechten fuhren wir zurueck nach peru nach arequipa.
weiter gehts demnaechst mal dann mit einer sehr geruchsstarken busfahrt, arequipa dem colca tal und anderem, bin immer noch deutlich hinterher mit den berichten hasta pronto
Letztes Update am 29.01.2009 durch