KRACHMONOPOL

HOLA TRABAJADEROSL ( Fr. 13.06.2003)
Hola trabajaderosl,
bin inzwischen wieder in Peru um genau zu sein in Arequipa, mir gehts immer noch gut, hier mal wieder ein reisebericht, muss so langsam bei den berichten mit dem tatsaechlichen reisefortschritt mithalten.
1. La Paz
2. Chacaltaya
3. Huayna Potosi
4. Mr. North Face
5. La Paz - Uyuni
6. Salar de Uyuni tour
7. San Pedro de Atacama
1. La Paz
Nachdem ich mir die Kamara habe klauen lassen bin ich nachmittags in La Paz eingetroffen. Die stadt bietet das wohl aussergewoehnlichste stadtbild das ich je gesehen habe. aus der hochebenen von El Alto (4. groesste stadt boliviens 600.000 einwohner) bricht ein canyon ab in den La Paz hineingeworfen zu sein scheint. Wer schon mal den Grand Canyon gesehen hat, so aehnlich nur dass der Canyon und die Canyon waende bewohnt sind. La Paz liegt auf einer hoehe von 3000 - 4200 metern, je hoeher desto armseliger. unten hochhaeuser und dann die haeuser der einfachen leute die canyon waende hochgeschmiert. dann eine kante zur hochebene hin nach El Alto. zusammen haben die beiden staedte 2 millionen einwohner. in dem indigenen viertel indem ich gewohnt habe scheint die ganze zeit markt zu sein und man kann so ziemlich alles kaufen (ausser meiner kamara). ueberragt wird die stadt vom Illimani (6400), Chacaltaya (5400)und Huayani Potosi (6088).
2. Chacaltaya
war dann gleich der erste ausflug von La Paz aus. mit dem mini bus gings zur huette des bolivianischen skiclubs auf 5150m. zu fuss dann noch bis zur spitze auf 5400m. hier befindet sich das hoechste mit einem skilift erschlossene skigebiet der welt. wenn man allerdings ehrlich ist macht es nicht viel her, ausser dass es hoch ist. ich wollte hier mal meine hoehentauglichkeit testen und war mit dem test zufrieden. von chacaltaya hat man einen wunderschoenen blick auf El Alto und La Paz und zum Huayna Potosi. 2 schweizern (koebi undjonny) die ebenfalls auf chacaltaya waren ist der Huayna Potosi ebenfalls aufgefallen und wir verabredeten uns eine agentur zu suchen um ihn zu besteigen.
3. Huayna Potosi
mit den beiden schweizern ging ich in eine der unzaehligen agenturen fuer bergtouren und buchte eine 3 tages tour. das programm sollte so aussehen, erster tag basiscamp und eistraining am gletscher auf 4700m, zweiter tag aufstieg zum hohen camp auf 5200m am rande des gletschers, dritter tag nachts um 2 los zum gipfel und am gleichen tag abstieg bis zurueck zum basiscamp und mit dem auto nach la paz.
als vorbereitung zum gipfelsturm bin ich mit den schweizern am vorabend des ersten tages noch mal so richtig zum essen gegangen (auf empfehlung der schweizer). es gab lecker steak, yuka und salat bis zum abwinken. und so gings weiter
1. tag
was es war kann ich nicht sagen auf jeden fall habe ich die nacht nach dem essen nicht geschlafen und am fruehen morgen das abendessen durch saemtliche koerperoeffnungen von mir gegeben. auf der fahrt zum basiscamp habe ich dann den ohnehin schon leeren magen weiter entleert. ich war ein bild des leides und unserer bergfuehrer machte sich groesste sorgen um mich. zur gruppe gehoerten ein bergfuehrer, ein assisten und ein traeger und als last 2 schweizer, ingrid aus norwegen ihr freund christian *Mr. North Face* aus daenemark und ich bzw. das was von mir noch uebrig war. auf dem camp angekommen habe ich mich dann erst mal in den schlafsack gelegt und habe eistraining eistraining sein lassen. abends konnte ich dann sogar wieder etwas tee trinken und eine suppe essen. man soll ja schliesslich so leicht wie moeglich in die berge gehen.
2. tag
aufstieg zum hoehen lager dann ueber geroell felder und fels. mir gings inzwischen wieder halbwegs gut und der aufstieg war kein problem. Mr North FAce hat noch angeboten dem traeger der ca. 40 kg an last trug etwas abzunehmen worauf aber verzichtet wurde. oben angekommen wurde dann ein zelt fuer die beiden schweizer und mich auf einem kleinen flachen felsfeld am rande des abrunds aufgebaut, sofort wurde uns eingebleut nachts nach dem aufstehen nach rechts zu halten und auf keinen fall nach links wo es ziemlich tief unten weiter gegangen waere / oder auch nicht. auf 5200m war an schlaf fuer mich nicht mehr zu denken, kopfschmerzen von der hoehe und die rest uebelkeit vom vortag, also so gut wie moeglich ausruehen.
3. tag
wecken um 1:30, anziehen, steigeisen an die schuhe und einen coca tee gegen die kopfschmerzen. ich wurde beim assistenten Hilario ans seil gehaengt da man mir wohl die geringsten chancen auf den aufstieg gab. christian, ingrid und der bergfuehrer und die beiden schweizer mit dem traeger bildeten die beiden anderen seilschaften. ich bildete dann auch sogleich das schlusslicht und war bei den pausen immer der letzte der zur gruppe gestossen ist. als es nach 3 stunden hiess dass wir auf 5500 waeren also noch nicht mal die haelfte geschafft hatten war ich vom scheitern ueberzeugt, aber etwas schokolade und der anblick von ingrid der es auch nicht gut ging halfen mir weiter hoch. in der agentur wurde der weg noch als einfach mit einer technisch schwierigen stelle beschrieben (zumindest als uns die tour verkauft wurde, spaeter als wir wieder unten waren hiess es "und hart oder ??). auf jeden fall ging es ueber einer lausigen schneebruecke ueber eine gletscherspalte, die ich nachts beim aufstieg zum glueck nicht sehen konnte, und bei der es mir beim abstieg egal gewesen waere wenn ich hineingefallen waere zum schlusshang, der war dann nochmals ca. 140 hoehenmeter bei 50 -60 grad steigung *wie war dass nochmals 1 schwierige stelle * auf eis und schnee hatte. unten gabs nochmals eine pause (ich war wieder der letzte der ankam) und jeder war am ueberlegen wie es da hochgehen soll. \ die beiden schweizer hatten sich inzwischen schon zum abstieg entschieden und schauten mich fragend an, wohl ueberzeugt ich wuerde mitkommen. warum ich nicht mit ihnen gegangen bin sondern hoch weiss ich nicht, vermutlich weil ingrid die immern noch scheisse aussah hochwollte und ich nicht kneifen wollte. also gings los, am schlussanstieg habe ich mich dann geraecht und bin an ingrid und christian vorbeigezogen. es war das absolut haerteste was ich je gemacht habe. 5 schritte auf allen vieren und dann pause um wieder luft zu holen die in der hoehe nicht vorhanden ist. ohne meinen assistenten waere ich niemals oben angekommen. der trick war dass er immer wenn ich am japsen war anfing irgendwelche bolivianischen volkswaisen zu singen und vamos Marcos rief. ich habe mich dann immer gefragt woher er die luft zum singen nimmt und wollte ihn mit dem eispickel erschlagen, leider habe ich ihn nie erreicht aber nach oben kam ich. oben dann verschnaufen und die aussicht auf den titicaca see, el alto, la paz , illimani und den rest der anden geniessen, nur noch grinsen und zufriedenheit. woher die kraft kommen sollte fuer den abstieg war mir zu diesem zeitpunkt egal.
4. Mr North Face
mr north face war komplett mit eben dieser marke eingekleidet und ausgeruestet. er wollte mit seiner freundin am huayna potosi testen wie gut es mit der hoehe klappt um danach noch weitere touren ohne fuehrer zu machen, ein echter naturbursche halt, blondes wildes haar und vollbart. nach dem schlussanstieg oben angekommen ist Mr north face dann fast kollabiert. ingrid stellte sich inzwischen als wesentlich haerter heraus als ihr freund. nach dem abstieg fuer den die beiden auf dem weg zum hohen lager ca. 1.5 h mehr brauchten als ich war Mr north face nicht mehr ansprechbar, hatte dafuer wieder farbe im gesicht, er hatte sonnencreme vergessen und wer schon mal ohne auf einem gletscher 4 h unterwegs war, auch wenn er nicht ueber 5000m hoch war, kann sich ausrechnen was passiert war. fuer den abstieg zum basislager hat der dann nochmals ueber eine stunde wartezeit verursacht. wie war das noch dem traeger was abnehmen. am naechsten tag hatte ich die beiden nochmals in la paz getroffen, mr north face hatte das hotel nicht verlassen und geruechte besagen dass seine klamotten auf dem markt verhoekert werden. ausserdem wird er wohl anstatt der weiteren bergtouren wohl doch das tiefland aufsuchen.
5. La Paz / Uyuni
um mir einen nachtbus zu ersparen bin ich extra frueh von la paz aus nach oruro gefahren nur um dort festzustellen dass der einzigste tagbus weiter nach uyuni schon voll und weg war. also doch wieder nachtbus. die idioten hier fahren alle meistens nur nachts und dann alle busgesellschaften auf der gleichen strecke zur gleichen zeit, verstehen soll das ein anderer. um 8 uhr abends gings los 325km nach uyuni. die beschreibung der strassen erspare ich mir, die fahrt dauerte ohne laengere pause 9 h. einen stopp mussten wir einlegen, nein kein reifenplatzer, ein anderer bus war liegengeblieben und wir mussten deren passagiere aufnehmen. morgens um 5 dann auf einmal aufregung und alle raus, wir waren in uyuni. dort im hostal angekommen 3 stunden schlafen und dann auf zur tour durch den salar und nach san pedro de atacame in chile.
6. salar de uyuni tour
die tour ist normalerweise eine 4 tages tour als roundtrip oder 3 tage wenn man nach san pedro faehrt so wie ich. sie gehoert mehr oder weniger zu jeder bolivien reise und das zurecht. am ersten tag gings ueber den salar de uyuni, den groessten salzsee der welt, 12000 qkm. stundenlang mit dem jeep ueber gleissend weisses salz brettern. der *see* hat mehrere inseln die mit kakteen bewachsen sind von denen man einen tollen ausblick aus, bis zum horizont alles weiss und am rande des sees andengipfel. der see selbst liegt auf 4000m. nach der ersten nacht am rande des sees gings weiter zu mehreren lagunen an denen flamingos leben *keine ahnung wie die viehcher die kaelte aushalten alles ist ueber 4000m hoch und die naechte bitter kalt. am 3ten tag dann nachts noch zu einem feld blubbernder gysiere und schlammloecher und weiter zu einem feld mit heissen quellen. dort dann bei minusgraden in badesachen, von den 4 leuten aus unserem jeep haben sich nur harry ein englander und ich getraut, und ins 35 grad warme wasser. dort dann in einem natuerlichen pool auf ueber 4000m im heissen wasser das fruehstueck von den anderen serviert bekommen. rausgehen und wieder anziehen war dann weniger lustig. weiter ging die fahrt dann zur grenze und richtung san pedro de atacama
7. San pedro de atacama
die erste ueberraschung nach der grenze dann, eine TEERSTRASSE. wann war das letzte mal dass ich auf einer vernuenftigen strasse fuhr. san pedro de atacama ist ein dorf in der wueste und scheint als einzigste daseins berechtigung die hoerden von backpackern zu haben die dort verkehren. viele machen die salar tour von san pedro nach uyuni was allerdings weniger zu empfehlen ist. san pedro liegt auf 2800m und die tour ist immer zwischen 4000 und 5200m hoch, so dass die meisten die die tour in dieser richtung machen erst mal hoehenkrank werden. alle jeeps haben fuer diesen fall sauerstoff mit an bord. ich bin nach 1 taegiger rast von san pedro aus weiter nach arica zur grenze und dann weiter nach arequipa wo ich jetzt bin.
el viajero
Letztes Update am 29.01.2009 durch