KRACHMONOPOL

ZURUECK IN ECUADOR (Sa. 09.08.2003)
Hola,
mal wieder aus ecuador, mir gehts immer noch gut und inzwischen bin ich mit einer 4 koepfigen reisegruppe unterwegs. aus ddorf sind birgit und tom aus muenchen gabi und ursula hinzugekommen. noch 5,5 wochen bevor es fuer mich wieder nach D. geht, bis dahin gehen die berichte weiter ..
1. zuruck nach Ecuador
2. extrem relaxen
3. Vilcabamba - Quito
4. Quito
5. die reisegruppe
6. der eierbalancierer
7. Mindo
8. der wecker
1. zurueck nach Ecuador
nachdem ich mich von ingo verabschiedete, der sich auf seine odysse von huaraz nach lima (bus, 8h) nach santiago nach madrid nach frankfurt (alles flug) nach koeln (zug) machte bin ich mit dem bus von huaraz nach piura gefahren (16h). am naechsten tag von dort aus mit dem bus nach Loja, Ecuador. die 8 stunden im bus waren die bisher schlimmsten meiner reise. der fahrer war definitiv kriminell und es war das erste mal dass ich angst im bus hatte. der arsch fuhr berg ab schneller als ich es mit meinem motorrad gekonnt haette, und ich fahre auch nicht immer langsam. von loja gings dann gleich weiter nach vilcabamba, dem tal der hundertjaehrigen.
2. extrem relaxen
vilcabamba liegt nur noch auf 1500 meter hoehe und ist durch sein mildes klima, gutes wasser und ruhiges ambiente perfekt geeignet um sich von den strapazen einer reise zu erholen. in meinem fall sah das dann folgender massen aus. 9 uhr aufstehen, duschen und fruehstuecken danach in die haengematte, lesen gegen 13 uhr aus der haengematte und ein kleiner spaziergang ins dorf, chips kaufen danach zurueck, bierchen holen und wieder in die haengematte, lesen. die zeit in der haengematte wurde dann immer gegen 18 uhr fuer das abendessen unterbrochen. irgendwann dann ins bett um dann um 9 uhr ........ 4 tage ging das so, dann war weiterfahren angesagt Vilcabamba wird auch das tal der hundertjaehrigen genannt weil hier angeblich neben einem ort in japan die leute am aeltesten werden und man mit 100 jahren noch laengst nicht zum alten eisen gehoert.
3. Vilcabamba - Quito
14h busfahrt ohne besondere vorkommnisse wenn man mal von dem geplatzen reifen absieht, aber das ist ja nun nichts neues mehr
4. Quito
extrem relaxen ging erst mal noch 2 tage weiter, gelesen wurde was immer ich in die finger bekam, besonders zu empfehlen, Blei und Gift fuer Lassiter aus der reihe Lassiter der Mann der Brigade 7. das buch lag im hotel herum und wurde von mir verschlungen, schon der anfang war fesselnd. Lassiter stieg vom Pferd und gegenueber traten 4 maenner aus dem schatten in den sonnenglast. Sie waren gross. Das Empfangskommitee. Aber Lassiter war gewarnt worden...
die restlichen 200 seiten kann man sich dann wohl denken
5. die reisegruppe
am 1. august kam dann die reisegruppe an mit der ich zur zeit durch ecuador reise. gabi aus muenchen birgit und tom aus ddorf und einen tag spaeter ursula ebenfalls aus muenchen. eigentlich sollten alle mit dem gleichen flieger kommen, ursula wurde aber in amsterdam, nachdem sie schon sass, wieder aus dem ueberbuchten flieger geholt und musste eine nacht in amsterdam verbringen.
6. der eierbalancierer
von quito aus haben wir einen ausflug zum mitad del mundo denkmal gemacht. dort wurde, auf berechnung von franzosen, ein denkmal fuer den aequator aufgebaut. das denkmal, ein turm mit einer weltkugel drauf, liegt eine halbe stunden noerdlich von quito. leider hatten die franzosen sich um 180 meter verrechnet und alle bilder die dort gemacht werden (also ein fuss rechts einen links vom aequator) sind falsch. neben dem eigentlichen denkmal gibt es jedoch ein alternatives museum das auf den berechnungen der ureinwohner (noch vor den inkas) beruht und auf den meter genau richtig ist (gps sagt das gleiche (Latitude 0,0,0) ). fuer mich das erste mal seit meiner ankunft dass ich meine fuesse mal wieder auf den noerdlichen teil der erdkugel stellen konnte. dort gabs dann eine vorfuehrung bei der ein waschbecken voll wasser direkt ueber dem aequator stand und bei dem dann der stoepsel gezogen wurden. ueber dem aequator lief das wasser ohne strudel bildung ab, 1-2 meter noerdlich vom aequator bildete sich beim gleichen waschbecken ein links drehender strudel beim ablaufen, 1-2 meter suedlich davon ein rechts drehender strudel. auf einem nagel der direkt ueber dem aequator eingeschlagen ist konnte man dann ein rohes ei auf dem nagelkopf balancieren. tom fehlte noch die ruhe dafuer, ich bin aber seither zertifizierter aequator eierbalancierer. warum es funktioniert kann ich allerdings nicht sagen, wer also eine antwort darauf hat, bitte melden. angeblich funktioniert das ganze bei uns am 23.9 (tag-nacht-gleiche) oder am 21.6 (sonnwende) ebenfalls, (hab vergessen welcher tag genannt wurde) also ausprobieren und mir berichten.
7. mindo
nach 3 tagen quito gings nach mindo in den nebelwald 2 stunden noerdlich (also auf die links drehende haelfte der erde) von quito. mindo gilt als die region mit der groessten vielfalt an voegeln weltweit (ich glaube 370 oder sowas waren es). vogelbeobachtung war also angesagt, die tour dafuer ging um 6 uhr frueh los und dann gabs voegel zu sehen. aus mir wird mit sicherheit kein ornitologe werden, war aber ganz interessant und lustig. speziell wenn gabi vergeblich versuchte, den vom guide genannten vogel, mit dem fernglas zu finden.
8. der wecker
birgit und tom hatten sich vor der reise noch die noetigen reiseutensilien gekauft, unter anderem einen wecker fuer 1,75 Euro. fuer die vogelbeobachtung war birgits aufgabe gabi und ursula zu wecken (ich habe meinen eigenen wecker). da der wecker irgendwie dazu neigt sich zu verstellen wurden die beiden dann das erstemal um 20min vor 2 geweckt, sie stellten dann aber erleichtert fest dass der wecker falsch ging und sie weiter schlafen konnten (bei mir waere birgit tot gewesen). einen tag spaeter uebernahm dann tom das stellen des weckers. am tag danach war der wecker dann auf viertel vor sieben gestellt, gut dass er nicht mehr noetig war, erstens da wir alle schon wach waren, zweitens weil unser bus um halb sieben fuhr.
hasta luego
el viajero
Letztes Update am 29.01.2009 durch