KRACHMONOPOL

ECUADOR DIE 4te (So. 25.05.2003)
Hola trabajaderos,
mir gehts immer noch gut, bin inzwischen in iquitos peru angekommen. wie immer zur kompletten version meines befindens und aufenthaltes ->
1. Papallacta
2. Qiuto - Coca
3. Kristina
4. Coca
5. Der Regenwald
6. Coca nach Panacocha
7. Panacocha - Nueva Rocafuert
8. Nueva Rocafuert
9. Der mitlitary checkpoint, oder warum es gut ist mit frauen zu reisen.
1. Papallacta
Papallacta ist das thermalbad fuer alle Quiteños. Die Stadt liegt ca. 1.5 stunden oestlich von quito auf rund 3000m. dort gibt es heisse quellen und fluesse in denen man baden kann. leider war ende april ein erdrutsch, der die oelpipline, die an papallacta vorbeifuehrt, zerstoerte. damit verbunden sind die fluesse und die umgebung jetzt oelverseucht. es gibt aber noch immer thermalbaeder, die nicht davon betroffen sind. dort war ich samstag nacht (datum spielt keine rolle, zumindest nicht fuer mich), im heissen wasser liegen, den mond und die sterne anschauen und einfach relaxen (war nach 5 wochen hartem spanisch unterricht auch notwendig). insgesamt waren wir 11 leute und hatten das ganze bad mit mehreren becken, die alle im freien sind, fuer uns allein. mit dabei war auch ein Alex Ron. Alex ist ca. 30 und ein populaerer schriftsteller in ecuador. nachdem sich die auswirkungen seines joints (vermutlich, auf jeden fall war er auf der hinfahrt auf droge) gelegt hatten lagen wir alle in einem pool schauten in den mond und er fing an eine geschichte zu erzaehlen (von augustin und andrea). ruhige stimme, langsam gesprochen einfach nur toll. jetzt kann ich verstehen dass geschichtenerzaehler mal ein beruf war und man damit geld verdienen konnte. ich hab sogar fast alles verstanden, den schluss leider nicht, deshalb weiss ich nur dass beide tot waren aber nicht warum. werd ihn spaeter nochmals fragen muessen. Sonntag wurde dann aus dem estudiante der viajero, die reise sollte von Quito bis nach Iquitos in Peru gehen. den ueblichen land weg wollte ich nicht nehmen, also gings richtung amazonas zum rio napo und dann auf dem fluss bis nach iquitos. dieser weg war bis vor kurzem noch voellig gesperrt da peru und ecuador ihren grenzkrieg erst 1999 in einem friedensvertrag beendeten. als ich in der perunaischen botschaft nachfragte ob ich den weg nehmen kann, wusste der typ dort noch weniger als ich. fing irgendwie an noch columbien in den weg mit einzubauen, also bin ich einfach los. schliesslich sagte schon der kaiser immer "schau mer mal" dann sieht man schon.
2. Quito - Coca
von quito mit dem bus in den oriente nach coca (die stadt heisst tatsaechlich so) waren es 10 stunden und einen reifenplatzer (gehoert immer mit dazu). wir fuhren nachts, so konnte ich nicht sehen wie oft uns der fahrer an den rand des todes brachte. diesesmal hatte ich einen bus der sogar einem durchschnittlich gewachsene mitteleuropaer genuegend beinfreiheit bot. luxus pur fuer 10 $. die uebliche rate fuer busfahrten. in ecuador gilt etwa 1$ pro stunde fahrtzeit (inclusive reifenplatzer wie der aufmerksame leser jetzt schon wissen sollte)
3. Kristina
nach 3 jahren habe ich Kristina in Coca wiedergetroffen. Sie kenne ich noch aus meiner guten ericsson zeit. Sie ist seit Oktober letzten jahres in suedamerika unterwegs. Wer mehr wissen will www.traveljournals.net und dann nach traveler Kicki suchen. Zur reisegruppe kam dann noch Ann aus den USA dazu, sie habe ich in der Schule kennengelernt und als sie hoerte was ich vorhabe kam sie auch mit.
4. Coca
Coca ist eine oelarbeiter stadt im dschungel und wird langsam immer mehr auch ausgangspunkt fuer dschungel touren und somit auch fuer touristen interesanter. allzu viel gibts allerdings nicht zu sehen, ein dreckiges staedtchen mit einer bar und dem hotel florida fuer 5 $ die nacht, zumindest gibts duschen (kalt) und toiletten. ein tour operator hat uns dann auch gesagt dass man nur einmal im monat von pantoja, der peruanischen grenzstadt am rio napo nach iquitos kommen kann. da das boot immer so um den 16ten bis 18ten eines monats faehrt waren wir just in time (zumindest dachten wir das), da wir noch die zeit von montag bis donnerstag zu ueberbruecken hatten buchten wir bei ihm auch noch eine 2taegige regenwald tour (vermute dass war sein ziel).
5. Der Regenwald
zur zeit ist im regenwald regenzeit; und hier kann es aber auch regnen. wer mal, wie ich, in der schule gelernt hat (bei mir wars der herr blehrer oder so aehnlich), dass es im regenwald morgens immer klar ist, sich dann bewoelkt und mittags ein gewitter regen abgeht; bullshit hier kann es jederzeit und mehrmals taeglich regnen. manchmal auch nur einmal aber dann den ganzen tag. mein geburtstags hut hat sich unter extremsten bedingungen hier bewaehrt, allen spendern und speziell dem organisator hevi, hierfuer nochmals danke.
6. Coca - Panacocha
um 9 uhr frueh sollte es losgehen, da zeit fuer latein-amerikaner schon immer relativ war und auch der motor noch repariert werden musste gings dann gegen 10:30 los. mit sack und pack, einem kanu und einem !!! aussenbord motor zur panacocha lagune, die fahrt sollte so ca.4 stunden (wie gesagt relative das ganze) den rio napo hinunter gehen. der rio napo ist etwa doppelt so breit wie der rhein in ddorf, nur leider nicht so tief, ausserdem schwimmen baumstaemme und alles moeglich zeug darin. tja und nach 1.5 stunden fuhren wir ueber einen baumstamm der unter wasser war. dann gab es ein lehrbeispiel aus hebelgesetz und impulssatz zu bestaunen. der motor traf bei voller fahrt den baumstamm und wurde hochgeschleudert (also erst ein impuls dann der hebel), die verankerung war den kraeften nicht gewachesen und zack lag der aussenbord motor im rio napo und ward nicht mehr gesehen (das wasser ist alles andere als klar). wir konnten noch zusehen wie ein teil der abdeckung erst weiter den fluss hinuntertrieb um dann langsam zu versinken. ein tolles gefuehl wenn man irgendwo in der wildnis ohne motor und ohne paddel in einem kanu sitzt und nichts geht mehr. also sitzbaenke auseinander nehmen (McGiver laesst gruessen) und paddeln. nach einer stunden sitzbank paddeln hielten wir am ufer an und unser guide machte sich auf einen aussenbord motor zu suchen. nach 5 stunden warten kam er dann auch tatsaechlich mit einem an (frage mich immer noch wo die dinger im urwald wachsen), dann nur noch eine stunde das ding repariert und weiter gings. inzwischen hatte es mehrmals geregnet und und es wurde dunkel. zum glueck war die nacht mehr oder weniger klar und vollmond war auch noch. bei vollmond ging es dann vom rio napo einen kleineren fluss eine halbe stunde aufwaerts zur panacocha lodge. aus 4 stunden im kanu sind dann halt 11 geworden (muss nochmals nachlesen wie einstein das mit dem relativ meinte), da war ich noch etwas sauer spaeter auf dem trip sollte ich dann lernen demuetig zu sein. Panacocha lodge ist eine urwald lodge mit allem komfort den man dort bekommen kann, also gutes abwechslunsreiches !!! essen, kalte dusche, klohaeuschen, moskitonetzen und kerzenschein. von hier aus haben wir 2 touren mit dem kanu gemacht um alle moeglichen tiere zu sehen, anacondas und flussdelphine wie versprochen gabs leider nicht zu sehen. dafuer alle moeglichen affen arten die von baum zu baum springen. piranjas gabs auch zu fangen und essen, schmecken ganz ok die tierchen. war eine sehr angenehme art 2 tage zu ueberbruecken. 7. Panacocha - Nueva Rocafuerte Von panacocha gings dann weiter mit dem wassertaxi (einem grossen holz kanu mit 2 !! aussenbord motoren das mit leuten, tieren und gepaeck vollgepackt wird bis wirklich nichts mehr hineinpasst). das taxi faehrt die strecke coca - nueva rocafuerte 2 mal die woche. man stellt sich ans ufer, bzw. an einen der festen haltepunkte und macht sich bemerkbar. dann kommt das ding und man springt auf und faehrt mit. 5 studen nach Nueva Rocafuerte, immer den rio napo hinunter mit unzaheligen stopps um leute aufzunehme bzw abzusetzen.
8. Nueva Rocafuerte ist ein kleines dorf mit einem hotel, einem military checkpoint und einem grenzbuero um den ausreisestempel aus ecuador zu bekommen. es wird betrieben von 2 typen die in shorts und ohne shirt dasitzen um den 5 bis 10 leuten die pro monat nach peru wollen den stempel in den ausweis zu druecken. ziemlich lockerer job, werd mal schauen ob die auch schwaben anheuern. strom gibts in dem dorf bis 22:00 uhr wasser bis 23:00 Uhr.
9. Der mitlitary checkpoint, oder warum es gut ist mit frauen zu reisen.
man glaubt gar nicht wie freundlich das militaer sein kann wenn es sich um eine schwedin und einen amerikanerin handlet (ich wurde mit nichtbeachtung gestraft). die jungs wurden schier wahnsinnig als sie hoerten dass wir alle 3 singels sind und ich mit 2 frauen reise. auf jeden fall war es sehr hilfreich Kicki und Ann dabei zu haben. ich musste den jungs versprechen dass ich die maedels naechstes jahr zurueckbringen werde wenn sie immer noch nicht verheiratet sind. die jungs haben uns alle wuensche erfuellt und uns ein boot besorgt das uns nach Pantoja in Peru bringen sollte. In nueva rocafuerte hatte unser bootsfuehrer extra noch in Pantoja bei einem freund nachgefragt wie das den mit dem boot ist das einmal im monat faehren sollte. der wusste natuerlich nichts davon, meinte aber dass sonntag (es war samstag) ein boot von pantoja weiter den fluss hinunter nach angoteros faehrt. dort sollte dann ein grosses boot montag nach iquitos faehren. also gings guter dinge weiter den rio napo hinunter. die grenze wurde passiert und schon waren wir in peru. noch ohne einreisestempel aber immerhin in peru.nach einer stunde kam dann der erste military checkpoint von peru in sicht ....
dazu mehr demnaechst in : Peru 1.ster teil
Saludos
El viajero
Letztes Update am 29.01.2009 durch