KRACHMONOPOL

ECUADOR DIE 2te (Do. 24.04.2003)
hola todos,
Zusammenfassung : mir gehts immer noch gut

hier mal wieder ein update aus dem land der vulkane
1. zum anflug auf quito
2. Fruechte
3. Cotopaxi 1st test
4. Cuy
5. Klopapier
6. Tena, Dschungel
7. Hugo Yepez
1. habe nochmals nachgeschaut, ist ganz einfach man fliegt von sueden her die avenida 10 de agosto entlang am kreisverkehr bei dem die avenida amazonas hinzukommt einfach drueber fliegen und nach ca. 100 metern beginnt die landebahn. 10 de agosto und amazonas sind eine der hauptstrasse in quito also nicht zu verfehlen. gibts den flughafen im flugsimulator von MS ??
2. Es ist gibt hier an Fruechten sachen die gibts eigentlich gar nicht, Chirimboyas, Zapotes, Granadilla .... In Ecuador teilen sich die Anden in einen westlichen und einen ostlichen teil, dazwischen auf der Sierra in der auch Quito liegt waechst einfach alles. Hier gibts bestes wetter, Quito hat nachts so um die 10 grad und tagsueber um die 25 grad, tag fuer tag, eigentlich fast schon langweilig. ringsum die stadt ist alles supergruen und auf den maerkten und supermaerkten gibts dann an fruechten und anderen sachen alles. hier gibts zu jedem fruehstueck einen frisch gepressten saft und ein saft wiederholt sich nie in einer woche. fuer einen mitteleuropaer der mit dem tomatensaft im flugzeug schon fast extravagant ist der hammer.
3. am ersten wochenende gings zum cotopaxi nationalpark. cotopaxi ist der hoechste aktive vulkan der welt, so um die 5900m hoch. zum antesten bin ich mal vom parkplatz der auf 4600m liegt auf 4800 zur huette hochgegangen. als ich aus dem auto ausstieg dachte ich noch alles halb so wild aber nach 5 schritten war mir als ob mir jemand die brust zusammendrueckt und mir die luft abschneidet. trotzdem habe als test mal probiert so schnell wie moeglich hoch zu gehen und hab alle am berg stehen lassen. angekommen hatte ich dann allerdings selbst nach 20min noch einen "ruhepuls" vn ueber 100 schlaegen. werde wohl vor dem grossen aufstieg noch etwas trainieren muessen.
4. Cuy oder auch Meerschweinchen gehoert zu den spezialitaeten hier und wurde inzwischen auch von mir getestet. (hpd bitte nicht meinen nichten sagen). Schmeckt wie eine mischung aus huehnchen und schwein. das vieh hat aber so gut wie kein fleisch und ohne entsprechende beilage wird man davon nicht satt. angerichtet ist es uebrigen komplett, also mit kopf, zaehnchen,fuesschen aeugchen etc. durchaus ein ansprechendes bild.
5. was macht man hier mit dem klopapier? eigentlich keine frage sollte man meinen, ist aber doch anders hier. hier steht auf jedem klo ein "papierkorb" in den man nach getaener arbeit seinen abstrich legt. was dann weiter damit passiert konnte ich noch nicht in erfahrung bringen, biologische und bakteriologische auswertung ?? auswaschen und wieder verwenden (glaube ich nicht, das papier hat die gleiche konsistenz wie bei uns) oder dem recycling zufuehren (vielleicht gibts hier ja ein rechtes also braues blatt dass das papier gebrauchen kann) gerochen habe ich an den zeitungsstaenden noch nichts.
6. erster - dschungel - trip
letztes wochenende gings von quito aus in den dschungel nach Tena. Tena ist mit dem bus in 4.5 stunden von quito zu erreichen (reifenplatzer, der wohl immer mit dazu gehoert, eingerechnet, ingo die jungs sind hier deutlich schneller im reifen wechseln als die jungs von holter die polter reisen). dazu faehrt man von quito ueber einen 4000 m pass und dann nur noch bergab auf strassen die diesen namen eigentlich nicht verdienen. Da der durchschnittliche ecuadorianer deutlich kleiner ist als ich, bilde ich im bus mit vordersitz eine perfekte einheit. aber man wollte es ja nicht anders, die fahrt ist auf jeden fall kein spass. ich kam dann nachts um 10 in Tena an. kommt man von quito ist es als ob man in einer anderen welt aussteigt. Quito hat ein super angenehmes klima, jeden tag zwischen 18 und 25 Grad, nachts kuehlt es ab bis auf 8,9 grad. steigt man in Tena aus hat es nachts 25 bis 30 grad bei 80 und mehr % luftfeuchtigkeit und statt verkehrslaerm wie in quito hoert man millionen von insekten und anderes getier. samstag frueh gings dann weiter aus der stadt in den dschungel. zu 5 sollte es auf einen rafting/dschungel trip gehen. gebucht bei der whitewater family. Die whitewater family bestehen aus einem englaender und seiner frau die 10 jahre in irland gelebt haben. Dort wurden auch ihre 3 kinder geboren. Mit sack und pack sind sie dann fuer 2 jahre als voluntaere nach ecuador gekommen. das war vor 10 jahren. heute arbeitet der dad und seine beiden soehne als rafting guides und die tochter hilft mit, sie ist erst um die 16 und darf noch keine rafts fuehren. sie war es jedoch die uns mit in den dschungel nahm. dort folgten wir einem fluss aufwaerts bis zu einer kleinen sandbank. dann gings ein stueck weiter bis sie meinte hier kann man toll einen wasserfall hinunter rutschen. sie ging dann auch gleich los, ich dachte mir dann nur wenn schon den A... aufreissen dann wenigstens hier und nicht auf der arbeit. ging dann bis auf ein paar blaue flecken auch richtig gut. spaeter gings dann zum naechsten wasserfall wo die mutprobe darin bestand hinunter zu springen. sie meinte nur dass man weit genug springen soll um ueber das weisse wasser zu kommen da man sonst auf die felsen durchknallt. wie war das noch man soll nicht in unbekannte gewaesser springen, habs trotzdem gemacht und ging gut. Paco (einer der 5) sprang nicht ganz soweit und hat ein paar blaue flecken mehr als ich. er ist gott sei dank noch jung (12) und entsprechend leicht, ich an seiner stelle haette wahrscheinlich fischfutter abgegeben. Paco war mit seinem Vater Hugo da, zu dem spaeter. alles in allem ein genialer fluss, wie man ihn nicht schoener haette malen koennen, ringsum nichts ausser urwarld. mittags gings dann mit dem raft los, Hugo gab ein paar erklaerungen zu den geologischen gegebenheiten am fluss lauf und Gary (der vater der familie) sorgte durch seine steuer kuenste mit dem raft dafuer dass jeder mal baden ging. Hugo stellte sich dann als Geologe und Vulkanologe vor und konnte eine menge zu den vulkanen in ecuador sagen, und einer von denen ist immer aktiv, momentan sind es glaube ich 2 oder 3. Abends dann in huetten und mosquito netzen geschlafen, ringsum nur den laerm des flusses und des urwaldes, unglaublich und absolut zu empfehlen. sonntag gabs dann erst eine kleine dschungel tour mit erklaerungen zu pflanzen die von den indios als arznei verwendet werden und auch was man alles essen bzw. trinken kann. es gibt da eine ameisen art die ihr nest in einem ast baut und die so aehnlich wie limonen schmecken und gut gegen durst sind. tja so hab ich auch mal ameise gegessen ). danach war dann der grosse rafttag mit Tim (einer der soehne und total durchgeknallt) hier wurde nicht nur gebadet sondern hier gabs mehrmals waschmaschine pur. wer die familie sehen moechte www.raftingamazon.com zurueck sollte es dann mit hugo gehen, er hatte angeboten mich im auto mit zu nehmen und nach der ersten busfahrt ein angebot dass ich nicht ausschlagen konnte. leider war sein auto noch schlechter als meines (das gibts wirlich) und deshalb hat der trip dann nicht nur 4,5 stunden sondern insgesamt ueber 7 gedauert und die letzten 3 davon dann doch wieder im bus.
7. als ich montag von dem trip in der schule erzaehlte und auch sagte dass hugo den naechsten vulkanausbruch fuer den pichincha oder den Cayambe vermutet (beides vulkane in unmittelbarer nachbarschaft zu quito) wurde dann weiter nachgefragt. ist hugo so um die 40? ist er, hat hugo einen vollbart? hat er und dann alle auf einmal HUGO YEPEZ. stellte sich dann heraus dass ich mit dem bekanntesten vulkanologen von ecuador mitgefahren bin, er ist immer im TV wenn mal wieder ein vulkan ausbricht und das ist hier staendig. http://www.hoy.com.ec/especial/volcan36.htm zeigt den Pichincha 1999, der vulkan ist 12 km von quito entfernt und die wolke ging damals 16km hoch. und wie man wieder mal sehen kann reisen bildet.
Saludos,
Markus
Letztes Update am 29.01.2009 durch